einen Tropfen von all den vielen Weinen koſtete, die auf ſeiner Tafel kreiſten.
Als Alle fort waren, zog er heftig die Klingel und befahl dem Diener, Mr. Slattery zu holen.
„Sage ihm, er ſolle gleich kommen, denn ich fühle mich nicht wohl.“
Binnen zehn Minuten war der Arzt im Hauſe, fühlte ſeinem Patienten an den Puls, ließ ſich die Zun⸗ ge zeigen, that einige Fragen und ſagte dann lächelnd
„Ein wenig Fieber!— Ein wenig Fieber! Ich werde Euch ein kühlendes Tränklein ſchicken und morgen wird Alles wieder in Ordnung ſein, glaube ich.“
„Schickt mir keinen Trank,“ ſagte Harry Witting⸗ ham,„ich kann ihn nicht trinken.“
„O, es ſoll ſo gut ſchmecken, wie Wein,“ ſagte Mr. Slattery.
„Gut, oder ſchlecht, darauf kommt Nichts an,“ ſagte der iunge Herr ihm etwas wild in’'s Geſicht ſtie⸗ rend,„ich ſage Euch, ich kann nicht trinken— ich trinke gar Nichts— ſchon der Gedanke daran iſt mir zu⸗ wider.“
Ein zweiter ſchneller, kurzer Krampf fuhr ihm, als er noch ſo ſprach über's Geſicht, und Mr. Slattery ſetzte ſich mit einem etwas zweifelhaftem Ausdrucke des Ge⸗ ſichts neben ihn nieder, ſummte ein paar Augenblicke vor ſich hin, und ſagte dann:
„Nun, was ſoll man Euch denn geben? Aber ſagt mir noch ein wenig mehr von dem Symptomen, die Ihr fühlt,“ und er griff ihm wieder nach dem Puls. „Habt Ihr Kopfſchmerzen?“


