Tage lang blieb er beinahe ſtets zu Hauſe und prüfte Papiere, erörterte den Stand der Angelegenheiten und zeigte kein kleines Geſchäftstalent. Eine Anzahl kleiner von Mr. Wittingham ausgeliehener Summen wurde ziem⸗ lich raſch eingezogen und einige bedeutende Ankäufe von Land gemacht, welche verriethen, daß der junge Herr ein großer Grundeigenthümer zu werden wünſche. Sein bekannter Reichthum verſchaffte ihm, wie das in Eng⸗ land immer der Fall iſt, der Charakter eines Menſchen mag ſein, welcher er will, bedeutende Aufmerkſamnkeiten. Sehr angefehene und vermögende Leute, beſonders ſolche, die zwei oder drei unverheirathete Töchter hatten, beſuch⸗ ten ihn und ließen ihre⸗Karten bei ihm abgeben, aber Harry Wittingham'’s hauptſächlicher Gaſt und Gefährte war ſein Freund Mr. Granty und zwei oder drei andere Gentlemen von demſelben Gepräge, welche Lederhoſen und Stulpenſtiefel trugen, ſchöne Pferde ritten und ſich zur Jagdzeit viel auf einen rothen Rock zu Gute tha⸗ ten. Der von dem alten Mr. Vittingham eingeführte
Haushalt ward ſchon einen Monat nach ſeinem Tode
bedeutend vermehrt. In den Ställen waren zwei Reit⸗ knechte mehr, in dem Hauſe zwei Diener, aber dies war kein Zeichen von Verſchwendung, denn das Ver⸗ mögen erlaubte das und noch mehr, aber Harry Wit⸗ tingham litt an einer Art anſcheinender Unruhe, zeit⸗ weiliger Duͤſterheit, einer Reizbarkeit bei gerengfügigen


