Teil eines Werkes 
3. Bd. (1846)
Entstehung
Einzelbild herunterladen

Herr fort eilte, aber dann fielen ſeine Augen auf das Sopha und er faßte Ned Hayward beim Arm und hielt ihn feſt, ohne ein Wort zu ſprechen. Ein paar Augenblicke ſtand er bewegungslos, als ob er durch den Anblick, der ſich ihm darbot, in Stein verwandelt worden wäre, und dann ſchritt er langſam neben den Leichnam und ſchaute ihm lange und ernſt in's Geſicht. Seine Empfindungen müſſen, während dieſer langen ſtillen Pauſe, von ſeltſamer Art geweſen ſein. Da lag vor ihm das Weſen, welches der Fluch ſeiner Ruhe wäh⸗ rend der frühen heitern Jahre des Lebens geweſen war, das Weib, welches, ohne jemals den geringſten Anſpruch, auf jene Neigung erlangt zu haben, durch welche das Herz, wenn ſie übel angewendet iſt, gewöhnlich am Schrecklichſten gequält wird, durch eine einzige ſchändliche, verwegene Handlung die Macht erlangt hatte, jeden Augenblick ſeines Daſeins zu verbittern. Die langen ſchrecklichen Folgen einer einzigen ugendlichen Verirrung waren zu Ende, die finſtere Wolke war hinweggeweht, die ſchwere Kette zerbvochen. Er war frei! Aber durch welche ſchreckliche Ereigniſſe war ſeine Befreiung be⸗ wirkt worden! Welch einen Preis von Blut und Ver⸗ brechen hatten Die, die ihn gefangen gehalten, für ihren zeitweiligen Triumph bezahlt, der mit vollſtändi⸗ ger Niederlage endete! Er konnte nicht umhin zu em⸗ pfinden, daß durch den Tod dieſes Weibes der Sonnen⸗