jetzt in ſeiner Studirſtube, wie er das Zimmer hin⸗ ter dem, in welchem ſeine Schreiber ſaßen, nannte, denn das Geſchäft, welches ihn jetzt in Anſpruch nahm, war eins der gewöhnlichen, obſchon es für Mr. Whar⸗ ton ein außergewöhnliches Intereſſe hatte. Es handelte ſich mit einem Worte um das Rupfen eines armen Vo⸗ gels, der ſchon lange in der Schlinge zappelte. Es war beſchloſſen, ihm nicht eine Feder zu laſſen, und doch war Mr. Wharton geneigt, die Sache ſo anſtändig als möglich zu beſorgen. Unter anſtändig verſtehe ich nicht zart— eine ſo unnöthige Delikateſſe kam Mr. Wharton niemals in den Sinn. Der Anſtand, an den er dachte, war blos der Anſchein in den Augen der Welt, welcher ein großer Theil andern Anſtandes, ſowohl männlichen als weiblichen iſt. Er ſtand im Begriff, ſo hart, ſo rückſichtslos, ſo eiſern zu ſein, wie eine Kanonenkugel, aber Alles mit unendlichen Betheuerungen von Güte und Freundlichkeit und von Kummer über die ſchmerz⸗ liche Nothwendigkeit u. ſ. w. u. ſ. w. u. ſ. w., denn Mr. Wharton befolgte Dr. Kitchener's barbariſches Re⸗ cept zum Verzehren der Auſtern und„kitzelte ſeine klei⸗ nen Günſtlinge, bevor er ſie verzehrte.“
Der Advokat ſtand an einem Tiſche und vor ihm lagen einige Papiere— nicht ſehr viele— denn er war nicht wie einer der bankerotten Advokaten in der Haupt⸗ ſtadt, welche ihre Zimmer mit braunen Blechkäſten an⸗


