Teil eines Werkes 
2. Bd. (1846)
Entstehung
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in ihrer Jugend eine ſchöne Frau geweſen ſein, aber jetzt ſieht ſie aus, ich weiß ſelbſt nicht wie.

Beauchamp verſuchte darüber etwas Umſtändlicheres zu erfahren, aber der Mann vermogte keine beſſere Beſchreibung zu geben, ſie traten daher in die Kirche und gingen von Monument zu Monument und blieben ſtehen, um die verſchiedenen Inſchriften zu leſen, von denen die meiſten Beauchamp verſtändlicher waren, als ſeinem Begleiter, denn viele waren lateiniſch. Endlich kamen ſie an eine kleine, ſchlichte Tafel, die erſt in neue⸗ rer Zeit errichtet worden war und welche den Namen des letzten Eigenthümers der Beſitzung der Moretons trug, und Beauchamp blieb ſtehen und ſchauete die Tafel mit trauriger, düſterer Miene lange an.

In der Betrachtung des Ruheplatzes des Letzten eines alten Geſchlechts liegt immer etwas Wehmüthiges. Das Gemüth ſummirt ganz unwillkührlich die entſchwun⸗ denen Hoffnungen, die vereitelten Erwartungen und den entſchwundenen Glanz. Das Bild vieler Generationen in der Kindheit, im Mannesalter, im Verblühen und Verwelken mit einer langen Reihe von Freuden und Leiden erhebt ſich wie ein lebendes Gaukelbild vor den Augen der Phantaſte, und das Herz zieht aus der Ge ſchichte und dem Schickſal Anderer eine Lehre für ſich. In der Bruſt dieſes jungen Mannes ſchien aber noch etwas Anderes vorzugehen. Sein Geſicht war ſowohl