von der ich jetzt ſprechen will, mit keiner phantaſtiſchen Melancholie behaftet war. Endlich eines Nachts im Winter des Jahres 17—, nachdem ich den Abend bei Herrn S. zugebracht, wo ich nichts genoſſen als eine Taſſe Kaffee und etwas Butter⸗ brod, nahm ich Abſchied von meinem Freund, warf meinen blauen Mantel mit dem viereckigen Kragen um, zündete meine Laterne an dem Lichte des Hausmädchens⸗ an und machte mich, nachdem ich das Glas richtig ge⸗ ſchloſſen, auf den Heimweg. Es war ungefähr ein Viertel nach zehn Uhr, die Nachtluft war kalt und rein, der Himmel mit Sternen beſät, welche, als ich zwiſchen den hohen Häuſern, wie von dem Boden eines Brun⸗ nens emporſchauete, ganz beſonders auf mich herabfun⸗ kelten, und ich fühlte eine Art von ermunternder Friſche, die mich ordentlich aufheiterte. So marſchirte ich weiter, d bis an das Ende der erſten Straße, bog dann in die zweite und betrat eben die dritte, als ich etwa dreißig oder vierzig Schritte vor mir in einem Winkel eine Geſtalt ſtehen ſah, die auf Jemanden zu warten ſchien. Obgleich die Straßen in den guten alten Tagen Ham⸗ burgs gewöhnlich um dieſe Zeit ganz leer waren, ſo war es doch nichts Außerordentliches, wenn ich auf dem Heimwege noch zwei oder drei Perſonen begegnete, und ich beachtete daher dieſe Geſtalt wenig oder gar nicht, bis ich ihr bis auf etwa zwanzig Schritte genaht war,
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