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Koffer einen vollſtändigen ſchwarzen Anzug, zwei Paar Schuhe und ein Paar ſilberne Schnallen, welche mein Vater ſich ſelbſt von den Füßen abtrennte und ſie mir mit ſeinem Segen ſchenkte. Mein älterer Bruder hatte mich ſtets geliebt und war ſehr freundlich gegen mich, und als zuerſt von meiner Abreiſe geredet ward, be⸗ dauerte er ſehr, daß er mir Nichts zu geben habe. Meine kleinen Vorbereitungen nahmen jedoch etwa vierzehn Ta⸗ ge in Anſpruch und während dieſer Zeit lächelte ihm und mir das Glück, denn er bekam zum erſten Mal einen Patienten zu behandeln, den er auch glücklich zu Tode kurirte. Auf dieſe Weiſe erhielt er die Mittel, mir ein prachtvolles Geſchenk mit auf die Reiſe zu ge⸗ ben, welches aus einem kurzen blauen Mantel mit einem viereckigen Kragen beſtand. Laßt mich einige Worte über dieſen Mantel hinzufügen, denn es kommt Etwas darauf an. Er war nach Nürnberger Facon, die in dem gan⸗ zen übrigen Deutſchland ſchon ſeit dreißig Jahren außer Mode gekommen war, und als ich ihn das erſte Mal umnahm, war ich nicht wenig ſtolz darauf und glaubte mich auszunehmen, wie einer der Cavaliere auf dem großen Bilde im Rathhausſaale. In ganz Deutſchland gab es keinen zweiten ſolchen Mantel, ausgenommen in Nürnberg— er war himmelblau, ging drei Zoll un⸗ ter's Knie herab, und hatte, wie ich ſchon geſagt habe, einen viereckigen Kragen. Ich übergehe meine Reiſe nach


