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Füße auf einen zweiten Stuhl und begann zu leſen. Der Wirth ging geſchäftig im Zimmer umher und brachte Alles in Ordnung. Einmal rannte er mit einer ſeiner feiſten Lenden an den Stuhl des Gaſtes an und
bat um Verzeihung, aber der fremde Herr las weiter.
Er ergriff den Hut, der dem jungen Manne bei dem Ringen am Wagen vom Kopfe geſchlagen worden war, wiſchte den rothen Sand ab, der noch daran hing und rief:„Gott ſteh mir bei, Euer Hut iſt über und über beſchmuzt!“ der Gaſt aber nickte blos mit dem Kopfe und las weiter.
Endlich als der Tiſch gedeckt und Senf, Pfeffer, Salz, Weineſſig und Brod nach und nach hereingebracht worden waren, als das Mädchen Alles noch ein Mal zu⸗ recht gerückt, was der Wirth ſchon zuvor geordnet, glatt geſtrichen was er glatt geſtrichen und abgewiſcht was er ſchon abgewiſcht hatte, hörte man plötzlich ein Pferd an den Fenſtern vorübertraben und eine Minute ſpäter rief eine Stimme an der Thüre des Gaſthofes:„Heda Haus⸗ knecht, nimm mein Pferd, ſchnall die Gurte locker, aber ſattle noch nicht ab, wiſch ihm das Maul ab und führe es fünf Minuten auf und ab. Sind die Decken ange⸗ kommen?“
„Jawohl, jawohl, Herr, heute Morgen,“ antwortete der Gaſtwirth.„Hierher, hierher, mein Herr wenn's Euch beliebt. Ich bedaure, daß Ihr mir es nicht eher 3*


