Teil eines Werkes 
1. Bd. (1846)
Entstehung
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Als er ſah, daß er dem Dorfe ſo nahe war, ritt er langſamer und im Schritte weiter, da er als kluger 1 und erfahrener Reitersmann ſein Pferd abzukühlen wünſch⸗

te. An den erſten Bäumen der Straße ward die Däm⸗ merung ſchon etwas düſterer. Ungefähr eine halbe Meile weiter ward es unter den Zweigen ganz finſter, obſchon es auf dem freien Felde draußen noch ziemlich hell ſein mogte; die Finſterniß bewog den Reiter nicht, ſeinen

Niitt zu beſchleunigen, eine Minute darauf aber vernahm er weiter vor ſich einige Töne, welche dieſe Wirkung

äußerten. Es iſt nicht ſehr leicht zu erklären, von wel⸗ cher Art dieſe Töne waren oder wie es kam, daß die zwei oder drei an das Trommelfell ſeines Ohres ſchla⸗ genden Luftwellen ſeinem Gehirn die Vermuthung mit⸗ theilten, es ſei in nicht allzugroßer Entfernung Jemand in Gefahr oder Noth. Es ward ein Wort in haſtigem, befehleriſchem Tone geſprochen, und das war der erſte Laut, den er hörte; und dann vernahm er eine Stimme, welche zu bitten und Vorſtellungen zu machen ſchien, eine Frauenſtimme, und dann hörte er Etwas wie ein Hekreiſch, nicht laut und lang, ſondern als ob die Per⸗ ſon, von deren Lippen es kam, es noch im Ausſtoßen wieder zu erhaſchen und in der Geburt zu erſticken ſtrebte. Zunächſt ließ ſich nun ein lautes Schimpfen und Fluchen hören, worein ſich das Geräuſch ſchneller Fußtritte miſchte, als ob Jemand von dem Dorfe her Beauchamp. Erſter Band. 2