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Händen ſeiner Diener überlaſſen hatte, wendete er ſeine Schritte nach der armen Emily Zimmer.
Marlow hatte ſich von ſeinen Knien erhoben, ſtand aber noch immer mit über einander gekreuzten Armen neben dem Bette. Sein Antlitz war ernſt und kummervoll, aber voll⸗ kommen ruhig.
Mr. Dirwell näherte ſich ſachte, um in melancholiſchem Tone einige ordinäre aber wohlgemeinte Worte des Troſtes an ihn zu richten.
Marlow legte ſeine Hand auf den Arm des Geiſtlichen und deutete auf Emily's ſchönes aber geiſterhaftes Antlitz. Er ſagte blos:
„Vergeblich!— thut, was nöthig— thut was recht
iſt. Ich bin unfähig.“ Hiemit verließ er das Zimmer, ſtieg in die Bibliothek hinab, wo er die Thüre verſchloß und ſtumm und einſam bis zum nächſten Morgen ausharrte.
Zweiundfünfzigſtes Kapitel.
Mrs. Warmington wurde für die Leute von Hartwell eine Perſon von nicht geringer Bedeutung. Aller Gedanken waren auf ihr Haus gerichtet; Jedermann wünſchte einzu⸗ treten, um mehr zu ſehen und zu erfahren; denn die Nach⸗ richt hatte ſich, entſtellt und vergrößert, aber immer noch hinter der furchtbaren Wahrheit zurückbleibend, in raſchem Laufe ausgebreitet. Als Mr. Short ſelbſt in der Stadt
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