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und gerade ſoviel von ſeinem eigenen Charakter beſaß, um ſeine Theilnahme ſehr ſtark, und doch auch wieder ſolche Verſchiedenheit zeigte, um ſein Intereſſe lebendig zu machen.
Der alte Mann war gegen ihn zärtlicher als gegen jedes andere lebende Weſen, und er fürchtete zuweilen, ſeine frü⸗ heren Ermahnungen zu ausdauerndem Studium würden gar zu pünktlich, ſogar zum Schaden der Geſundheit, befolgt. Schon oft hatte er nicht ohne Aengſtlichkeit die zunehmende Bläſſe der Wangen, den allzu lebhaften Glanz des Auges, das heftige nervöſe Zittern der Lippe bemerkt, und hatte zu ſich ſelbſt geſagt:„Das geht zu weit.“ Allein er mochte nicht zurückhalten, nachdem er einmal angefeuert, mochte den Zügel nicht anziehen, wo er den Sporn gebraucht hatte. Es liegt eine gewiſſe Eitelkeit in uns Allen, und gerade die Strengſten ſind nicht frei von dieſem Fehler, der uns vor der Beſchuldigung des Irrthums— ſelbſt wenn unſer ei⸗ genes Herz ſie erhebt— zurückſcheuen läßt. Er wollte nicht glauben, der Knabe habe keines Antriebes bedurft, und doch hätte er gerne gehabt, wenn er etwas nachgelaſſen hätte, und er bemühte ſich zuweilen, ihn dazu zu bewegen. Aber der Impuls war nun einmal gegeben: er hatte den Jüng⸗ ling über die Schwierigkeiten und Hinderniſſe auf dem Wege der Erkenntniß triumphiren laſſen, und jetzt war er eben daran, die Wiſſenſchaft mit einer Haſt, einem Durſte, der etwas Erſchreckendes an ſich hatte, zu erwerben.
Sein Gemüth, ja ſogar ſein Charakter hatte theils durch die ſtrenge Unnachgiebigkeit Deſſen, dem ſeine Erziehung


