640 der Geſchichte äußerte; aber der König beharrte dennoch
darauf. Seine Majeſtät ließ dem jungen Earl ſeine Ankunft
nicht eher melden, als bis er nur noch zwei Meilen von Perth entfernt war, und wurde ſodann von Gowrie und ſeinen Begleitern nicht insgeheim und allein, ſondern in deſſen Eigenſchaft als Lord Prevoſt an der Spitze des eiligſt verſammelten Stadtmagiſtrates empfangen. Der König fährt ſodann fort, die Ereigniſſe im Palaſte ſelbſt zu erzählen und macht ſeine Bemerkungen über des jungen Edelmannes Betragen, das nichts weniger als höflich, ſchmeichelnd und zum Einlullen und Täuſchen berechnet, vielmehr gerade ſo war, wie ſich's von einem Manne erwarten ließ, der durch den plötzlichen unangemeldeten Beſuch eines Souveräns überraſcht wird, während er ſelbſt im Begriffe ſteht eine Reiſe von längerer Dauer anzutreten. Er blieb fremd und ſchweigſam, und wenn er ſich auch gegen den König auf⸗ merkſam zeigte, ſo war dieß gegen deſſen ungeheures Gefolge keineswegs der Fall.
Nach der Tafel wurde der König von Alexander Ruthven in ein Zimmer neben der Gemäldegallerie geführt, um ſich dort auszuruhen, und der König ſagt, er ſey durch viele Zimmer gekommen, deren Thüren alle hinter ihm verſchloſſen wurden. Da hätte der König von ſeiner Klugheit ganz verlaſſen ſeyn müſſen, um unter ſolchen Umſtänden weiter zu gehen.— In dem Zimmer, in das er geführt wurde, ſtand nach des Königs wie nach Ramſay's Berichte ein großer, finſterer, ſtarker Bewaffneter. Der König ſchilderte ihn ganz genau, gab aber zu verſtehen, er ſey nicht einer


