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„und will zu Eurem Empfang in ſein eigenes Studirzim⸗ mer gehen, obgleich die Signora glaubt, es könnte ihm ſchaden.“
Des jungen Lords Geſicht verdüſterte ſich bei dieſer Ant⸗ wort, denn er mochte glauben, der alte Mann habe be⸗ ſchloſſen, ihn allein zu empfangen und er war— um es kurz zu ſagen— gekommen, um noch eine Andere zu ſehen. Er folgte jedoch der Frau die enge Treppe hinauf und hieß ſeinen Diener unten warten; nicht wenig erfreut war er, als ſeine Führerin oben ſich alsbald rechts wandte, denn er war mit jedem Schritt und Tritt in dem Hauſe be⸗ kannt und wußte, daß ſie ihn zuerſt in ein kühles Stübchen führte, wo Manucci mit ſeiner Enkelin während der ärgſten Sommerhitze ſich aufzuhalten pflegte.
Das Glück wollte ihm ſogar noch beſſer als er erwartet hatte, denn wie die Thüre aufging, zeigte ihm das Licht im Inneren, daß das Zimmer für jetzt nur von einer Perſon, und zwar gerade von derjenigen, die er am meiſten zu ſehen wünſchte, bewohnt war. 1
Es iſt doch eine ſonderbare Leidenſchaft um die Liebe: wer rüſtig von Körper und kräftig von Geiſt iſt, wird oft tiefer als der Sanfte und Schwache von ihr erſchüttert. Vergeblich wäre es, zu läugnen, daß der junge Lord mächtig bewegt war, als ſein Auge wieder das ſchöne Weſen ge⸗ wahrte, deſſen Geſellſchaft(wie die gewöhnlichen Grund⸗ ſätze weltlicher Klugheit ihn zu glauben lehrten) für ſeinen Frieden gefährlich werden konnte. Er ging jedoch gerade auf ſie zu, indem er ihr in haſtiger leidenſchaftlicher Freude


