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„Nimm Hut und Mantel, Auſtin Jute,“ befahl der Carl;„wir gehen auf die Straße und Du mußt uns folgen. Vergiß nicht Pallaſch und Dolch mitzunehmen; ich weiß⸗ Du verſtehſt ſie bei Gelegenheit wohl zu gebrauchen. Du haſt ſie doch bei der Hand?“
„Ein guter Arbeiter legt ſein Handwerkszeug nie von ſich, mein Lord,“ gab der Mann zur Antwort.„Ob ich ſte zu gebrauchen weiß? Der Himmel ſchicke mir nur die Gelegenheit— ich will dann ſchon die Mittel finden. Ein Mann, der ſich vor einer Nadel fürchtet, ſollte wenigſtens ſtechen können, und ich, der ich meiner Zeit heißes Eiſen gehämmert habe, werde doch wohl kaltes zu handhaben verſtehen. Zwar ſagt man, Uebung mache den Meiſter, und in Eurer Lordſchaft Dienſt hat's noch wenig Prarxis gegeben; gleichwohl— was man früh erlernt, behält man lang, und die Hand, die mit dem Prügel vertraut iſt, ver⸗ gißt deſſen Gebrauch ſo wenig als der Rücken, welcher Schläge bekommt.“
Der Graf und ſein Freund lachten laut auf.
„Halt, halt!“ rief Sir John Hume;„um's Himmels⸗ willen, guter Auſtin, halt ein mit Deinen behenden Sprich⸗ wörtern und vermehre ſie nicht noch durch eigenes Fabrikat.“
„Sind alle ſo alt wie des ſpaniſchen Königs Wein, ver⸗ ehrteſter Sir,“ verſicherte der Diener.„Alte Dinge ſind aber darum noch nicht alle ſchlecht; ein neues Wamms iſt zwar beſſer als ein abgetragener Mantel, und Sprichwörter können gleich einer Faſtenpaſtete durch langes Aufbewahren muffig werden. Ich will mein blinkends Eiſen anhaben,


