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Gowrie oder des Königs Komplott : Roman / von G. P. R. James
Entstehung
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mit Silberfranſen eingefaßt und auf dem Rücken geſtickt.

Seine Geſtalt war ſchlank und fein gebaut, mit höchſt in⸗

telligentem, ausdrucksvollem Geſicht, das zwar für einen ſo jungen Mann ziemlich ernſt und entſchloſſen ſchien, aber doch jene glückliche Miſchung hochſinniger Sorgloſigkeit und jugendlichen Frohſinns an ſich trug.

Der junge Mann ſtand ganz allein in ſtarkem Gegen⸗ ſatze zu den übrigen Bewohnern von Padua, von denen jeder für heute einen Genoſſen gefunden zu haben ſchien; man war nämlich in voller Feſttagsfeier, die Kirchenglocken läuteten und von den Wällen dröhnte das Geſchütz; alle Straßen im Innern dieſer mit zahlloſen Arkaden beſäumten Stadt wimmelten von frohen Gruppen, welche die Himmel⸗ fahrt Mariä feierten, während der oben beſchriebene Jüng⸗ ling nahe an dem Thore nach Ferrara, das von der in die Kirchen ſtrömenden Bevölkerung ſo ziemlich einſam gelaſſen wurde, ganz allein blieb.

Länger als eine Viertelſtunde weilte er auf demſelben Flecke, indem er ſeine Arme bald auf die Brüſtung der Brücke ſtützte und in das ſchimmernde Waſſer hinabſchaute, oder einem rüſtigen Taglöhner zuſah, der weniger fromm als ſeine Nachbarn in ſeinem weißen Hemde und hellblauen Beinkleidern, die ſich in dem bunten Waſſerſpiegel reflek⸗ tirten, ſeine Arbeit in einem der Boote fortſetzte, bald die nach der Brücke führende Straße hinaufſah, wo ſich Män⸗ ner⸗ und Frauengruppen in heiterer Tracht unter den Arka⸗ den ſehen ließen und in fortwährendem Wechſel kamen und verſchwanden. Italiens leuchtende Sonne goß ihre ſchiefen