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Der Earl von Orford kommandirte die erſte Linie, Rich⸗ mond ſelbſt die zweite, Talbot den einen und Sir John Sa⸗ vage den anderen Flügel; ſämmtliche Führer wußten, daß der Tod ihrer warte, wenn ſie gefangen würden.
Bei allen ſogenannten Entſcheidungsſchlachten, welche nicht durch Scharmützel oder andere zufällige Umſtände, ſondern durch den feſten Entſchluß der beiden Parteien— Alles auf's Spiel zu ſetzen— hervorgerufen werden, entſteht in der Regel vor Beginn des Kampfes eine kurze Pauſe. Eine oder anderthalb Minuten, nachdem die Truppen bis inner⸗ halb Bogenſchußweite von einander gelangt waren, ſo daß jeder Theil die lange Reihe von Geſichtern unter den Stahl⸗ hauben der gegenüberſtehenden Bogenſchützen unterſcheiden konnte, entſtand eine Todtenſtille; die Trompeten hörten auf zu blaſen; jeder Bogenſchütze hatte Arm und Fuß ange⸗ ſpannt; die feurige Kavallerie parirte ihre Roſſe, und man hätte einen Regentropfen hören können, wenn er auf das trockene Gras gefallen wäre. Dann wurde auf Richards Seite ein Kommandoſtab in die Luft geſchleudert, und Jeder⸗ mann im Centrum der Vorderlinie zog ſeinen Bogenſtrang ans Ohr und ſchickte einen Pfeil in die Reihen des Gegners. Dieſer Hagel von Geſchoßen blieb nicht unerwiedert, denn noch dichter und behender, nur nicht ſo zahlreich, drangen die Schäfte von Richmonds kleinem Heere unter die feind⸗ lichen Truppen. Sie waren beſſer gezielt, denn die Augen ſeiner Leute waren nicht von dem Sonnenglanze geblendet, der dem Feinde gerade ins Geſicht ſtrahlte, und man ſah viele Leute des Gegners fallen, während ſtarke Verwirrung


