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die Abtei ſo ſpät beſuchte, mehr als einmal wiederholt hatte, hieß ſie ihre beiden Nichten ihr folgen, und verließ das Zimmer durch eine andere Thüre, als ſte vorhin hinaus⸗ gegangen war, indem ſie mit ſtattlichen Schritten längs eines kurzen Ganges nach dem öffentlichen Sprechzimmer der Abtei voranging.
Dieſes war ein großes hübſches Gemach, mit ſchön ge⸗ ſchnitztem Eichenholz ganz ausgetäfelt und durch ein roth und blau bemaltes reich vergoldetes Eiſengitter der Länge nach in zwei Theile geſchieden. Die Beſuche von der einen Seite konnten mit denen auf der andern frei converſtren und ihnen ſogar die Hand reichen: nur hinderten die Eiſenbarren jeden weiteren Verkehr und bildeten einen Abgrund wie bei dem reichen Manne im Evangelium. Auf der Seite des Kloſters wurde ein Wandleuchter angezündet, und als Jola und ihre Baſe Konſtanze der Aebtiſſin in das Zimmer folg⸗ ten, ſahen ſie auf der anderen Seite des Gitters die Geſtalt eines hohen kräftig gebauten Mannes in mittleren Jahren, der, die Arme über der breiten Bruſt gekreuzt, mit ziemlich düſterer Miene vor ihnen ſtand. Er mochte wohl etwas überraſcht ſeyn, daß er mit der Lady Aebtiſſin durch das
Gitter des allgemeinen Sprechzimmers verkehren ſollte, denn die gute Dame war ſonſt in ihren Begriffen des Dekorums nicht ſo ſtreng, daß ſie ihn oder jeden andern von den Die⸗ nern und Beamten der Abtei, ſey es im Hofe oder in ihrem eigenen Privatzimmer, von ihrer Gegenwart ausgeſchloſſen hätte, und der Waidmann mochte wohl denken, es habe nicht
James. Der Waidmann. 2


