Druckschrift 
Das Schicksal : Erzählung aus bewegten Zeiten / von G. P. R. James
Entstehung
Einzelbild herunterladen

——

569

nicht der Fall iſt, wie Ihr, Mylord, recht wohl wiſſet und was ich leugne), ſo wäre er immer noch weit weniger ſchul⸗ dig als jeder von Denen, die Ihr verurtheilt habt. Ihr müßt und werdet natürlich aus Mitleid mit dem Nachrichter Einige pardoniren. Iſt es da nicht billig, den wenigſt Schuldigen auszuwählen?— Alice, geh vor die Thüre und bleibe bei den beiden Dienern; vergiß nicht die Thüre zu ſchließen.“

Jeffreys grinste, denn er ſah, daß Lady Danvers nun⸗ mehr zu der Hauptſache kam.

„Ich will nicht ſagen, daß dieſes jungen Mannes Schuld ebenſo ſchwer wie die mancher Anderen iſt,“ be⸗ merkte er;„allein“—

„Das Verhaͤngen einer tüchtigen Geldbuße wird der Gerechtigkeit mehr genügen als eine Hinrichtung,“ ſiel Hor⸗ tenſia ein.

„Mag ſeyn, Madame,“ erwiederte Jeffreys;„allein das Geſetz ſagt— Tod.“

„Man iſt verbunden und berechtigt, das Geſetz aus Gnade zu umgehen, wo dieſes zu ſtreng iſt,“ fuhr Hortenſia ort.„Ich höre, Mylord, daß Ihr vom König im Hinblick auf ſolche Fälle eine Anzahl unausgefüllter Pardons em⸗ pfangen habt, um nicht mit der Berufung auf ihn Zeit zu verlieren. Aus dem, was Ihr zugegeben, kann ich erſehen, daß Ihr dieſen jungen Mann eines ſolchen Pardons für würdig haltet, und die einzige Frage iſt, welche Geldbuße Ihr für genügend erachtet. Wenn Euch der ſtrikte Buch⸗ ſtabe des Geſetzes den Richterſpruch offen in eine Geldbuße