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„Ein epileptiſcher Anfall vermuthlich,“ meinte Kapitän Donovan, nach dem Hauſe ſich wendend.„Ihr, Thomas, ſteigt zu Pferde und galoppirt nach dem Doktor“— und ohne ſich länger aufzuhalten drehte er um und eilte die Treppe hinauf.
In des jungen Baronets Zimmer fand er zwei Mägde, die der Lakai in ſeiner erſten Angſt herbeigerufen hatte.
„Ach Sir!“ riefen ſie Donovan entgegen,„der Trank, welchen Thomas ihm aus der Flaſche eingab, hat ihn getödtet.“
Donovan eilte haſtig an das Bett; aber da war nur noch eine Leiche zu gewahren. Die Augenlieder bewegten ſich noch ein wenig, und die Bruſt zuckte krampfhaft, aber der Geiſt war dahin..
„Laßt die Flaſche ſehen,“ rief Donovan, indem er ſie dem Mädchen aus der Hand nahm und am Geruch augen⸗ blicklich den Kirſchloorbeer erkannte.
Eine tödtliche Eiſeskälte überlief ihn, und all' ſeine Ruhe und Faſſung war dahin in dieſem Augenblicke. Wie konnte das Gift hierhergekommen ſeyn? wer konnte es ihm gegeben haben? Sollte er es ſelbſt im Schlafe gethan ha⸗ ben? Tauſend ähnliche wirre Fragen drängten ſich ihm im nächſten Augenblicke auf. Das Bewußtſein ſeines eigenen Vorhabens sr den lähmenden Schrecken in ſeine Seele: alle Geiſtesgegenwart war verloren, er entrieß dem Mädchen die beiden Flaſchen, trat zu dem Waſchbecken, verſuchte die eine und wuſch ſie beide mit eigener Hand aus; dann eilte er auf ſein Studierzimmer, ohne den Mägden eine Wei⸗ ſung zu hinterlaſſen, ſchloß ſich dort ein und nahm das


