der ſchon ſeit 3 Stunden n hätte kommen ſollen, endlich einmal anlangt. Noch heute will ich's unterſchreiben, denn ich fühle, es geht mit mir zu Ende— ſehr rarch geht es zu Ende,“ und hiemit legte er die Händ auf das Pergament neben ihm.
„O ſprecht doch nicht davon, mein theurer Sir Walter,“ gab Kapitän Donovan zur Antwort.„Ihr habt keine Ur⸗ ſache zu ſolcher Haſt. Ich hoffe, ich werde noch in den nächſten zehn Jahren Eure Geſundheit trinken. Ihr ſeyd ja heute viel beſſer und kräftiger.“
„Noch heute ſoll's geſchehen, Tom,“ wiederholte der alte Mann;„ja, ja, das ſoll es. Für den Knaben will ich ſchon ſorgen, Du brauchſt Dich nicht zu ängſtigen. Er iſt zwar ein ſchlimmer Taugenichts und ſchwach, ſehr ſchwach,
aber dennoch wird er genug erhalten und dabei ſoll das Ver⸗
mögen hübſch ordentlich beiſammen bleiben. Er ſoll es nicht verſchleudern dürfen— nein, nein, das ſoll er nicht. Was ich ihm hinterlaſſe, ſoll feſt vereinigt bleiben, ſo feſt wie meine Fauſt.“ Mit dieſen Worten preßte er ſeine dicken, gichtigen Finger zuſammen, wie wenn er ei e Boͤrſe in der Hand hielte. Indem er noch ſprach, erklang die große Hausglocke, und ſchallte durch die einſamen längſt außer Gebrauch gekommenen Zimmerreihen— zum Zeichen, daß ein ungewohnter Gaſt vor dem Thore ſtehe. Sir Wal⸗ ter Broughton hatte nämlich in letzterer Zeit nur wenig Geſellſchaft bei ſich geſehen und außer ſeinem Vetter Ka⸗ pitän Donovan und dem Dorfarzt ließ ſich nur ſelten Je⸗ mand im Haufe blicken und die Beiden traten mit eigen⸗ thümlicher Idioſynkraſte faſt immer durch die Hinterthüre ein.
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