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Sir Theodor Broughton oder der Gifttrank / von G. P. R. James
Entstehung
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Ich hoffte, Sir Walter, Ihr würdet ein Schläfchen machen, erwiederte der Angeredete,und da mochte ich Euch nicht ſtören.

Mich ſtören! äffte der Andere;mich ſtört ein feier⸗ liches Stillſchweigen oft mehr als die lärmendſte Schwatz⸗

haftigkeit. Wenn Du ſprächeſt, könnte ich vielleicht ein⸗ ſchlafen: das kann ich aber unmöglich, ſo lange Du wie ein großes finſteres Geſpenſt oder noch beſſer wie der ſteinerne Memnon, der nur bei Tagesanbruch einen Laut von ſich gibt, vor meinen Augen da ſttzſt.

Mein theurer Sir Walter, verſetzte Donovan im friedfertigſten Tone, obwohl ihm der Spott in der Rede des Alten nicht entgangen war,wenn es Noth thut, kann ich eben ſo munter plaudern wie Andere, nur kam mir Eure Abendruhe weit wichtiger vor, als meine unwichtige Unter⸗ haltung. Ich war wahrlich mit keiner ſehr intereſſanten Lektüre beſchäftigt nichts als die Einzelheiten jener wi⸗ drigen Geſchichte der Gräfin von Champarty, welche ihren Gatten nebſt einem halben Dutzend anderer Perſonen ver⸗ giftete.

Ei, das muß ich näher hören, rief der alte Mann. Alſo ſie vergiſtete ihren Gatten? Das ſieht dem Geſchlechte ähnlich. Alles Unhel der Welt iſt von jeher von den Wei⸗ bern ausgegangen ich habe es in meinem Leben nie an⸗ ders geſehen. Iſt einer ein Spieler, ſo geſchieht es um eines Weibes willen; wird er zum Räuber, ſo thut er's für ein Weib; iſt er gar ein Mörder ein Weib hat's ver⸗ ſchuldet; verräth er ſeinen Freund, betrügt er das Zollamt

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