Teil eines Werkes 
2. Th., 3. Bdchn (1830)
Entstehung
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273 Fluſſes, uͤber welchen wir auf einer, auf 50 Schiffen

ruhenden Bruͤcke gingen.

Den 21. gingen wir auf einer außerordentlich lan⸗ gen Bruͤcke uͤber einen ſehr breiten Fluß. Sie iſt theils aus Werkſtuͤcken, theils aus Backſteinen erbaut, 205 Fuß lang, nach dem bloßen Anblicke zu urtheilen 20 Fuß breit, und hat eine laͤnglich gewundene Geſtalt. Sie hat 15 Joche, welche nicht an einander ſtehen, weil es an verſchiedenen Punkten s Abſaͤtze ohne Joche und Oeffn ungen gibt. Dieß iſt die groͤßte Bruͤcke, welche ich in China geſehen habe.

In der Stadt Siu⸗tcheou, in deren Naͤhe wir noch drei Ehrenbogen fanden, ließen wir uns einen Hirsbrei bereiten; denn der Hirſe iſt hier die gewoͤhn⸗ liche Nahrung des Volkes, weil der Boden zu keiner groͤßern Getreide⸗Art geeignet iſt. Das Verſprechen der Mandarine uns Senften zu verſchaffen, welche von Maulthieren getragen werden ſollten, war groͤßer⸗ als daß ſie es halten konnten, denn der Gebrauch die⸗ ſer Thiere war auf dem Wege, welchen wir gingen, ganz unbekannt. Wir griffen daher wieder zu unſern Palankinen, und ſetzten auf Faͤhren uͤber den Fluß⸗ welcher ſehr breit war und Eisſcholen trieb.

Nachmittags gingen wir uͤber eine ſchoͤne Bruͤcke, welche, ganz aus Werkſtuͤcken erbaut, die beiden Sei⸗ ten eines Thales mit einander verbindet, 35 Fuß breit, beinahe 800 Toiſen lang iſt und 100 nicht gewoͤlbte Joche hat. An beiden Seiten iſt ein ſteinernes Ge⸗