Teil eines Werkes 
2. Th., 2. Bdchn (1830)
Entstehung
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DdiEe meiſten Haͤuſer, welche wir hie und da auf der Reiſe zerſtreut liegen ſahen, waren aus Schlamm gebaut. Die Frauenzimmer an dieſen Orten, deren wir ſehr viele ſahen, haben ihre Fuͤße und Schenkel durchgaͤngig mit einem rothen Bande umwunden, um zu verhuͤten, daß ſie nicht zur natuͤrlichen Groͤße an⸗ wachſen. Wenn man dieſe Behandlung ihrer Fuͤße und ihren Kopfſchuck abrechnet, ſo findet man wenig Unterſchied zwiſchen dem Anzuge der Manns⸗ und Weiboperſonen.

Nach der Laͤnge dieſer Tagreiſe zu ſehließen, glaubte ich, daß wir nicht uͤber 24 Meilen zuruͤckgelegt hatten. Waͤhrend derſelben ſah ich wenigſtens 600 Junken bei uns voruͤber fahren, und wenigſtens zweimal ſo viel vor Anker liegen, und nach einer maͤßigen Berechnung wenigſtens 1⁄½ Millionen Menſchen. Der Fluß windet ſich in ſeinem Laufe in den angenehmſten ſchlaͤngeln⸗ den Irrgaͤngen; ſeine Ufer ſind an beiden Seiten mit ſchoͤnen Landhaͤuſern und Gaͤrten beſetzt, und die ent⸗ fernte Ausſicht eroͤffnet reiche Kultur und landſchaft⸗ liche Schoͤnheiten.

Den 11. Auguſt naͤherten wir uns der Stadt Tyen⸗ſing, bei welcher uns ein Haufe von Zu⸗ ſchauern in Junken und an den Ufern begegneten. Wir ſahen eine lange Reihe von Salzhaufen, jeden derſelben in s0 Saͤulen aufgethuͤrmt; dieſe Haufen ſind 48 20 Fuß im Viereck breit, 24 Fuß hoch, und mit Matten bedeckt, um gegen die Witterung geſchuͤtzt