Teil eines Werkes 
2. Th., 3. Bdchn (1830)
Entstehung
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den Hunden vor; freſſen mehr als ſechs derſelben da⸗ ran, ſo halten es die Anverwandten fuͤr eine Ehre. Ein Schimpf iſt, wenn es weniger, als ſechs ſind. Kleine hoͤlzerne Bilder kleiden ſie mit alten Lumpen, und liebkoſen ſie im Gluͤcke; im Ungluͤcke aber gehen ſie veraͤchtlich mit ihnen um. Um das kuͤuftige Leben kekuͤmmern ſie ſich nicht.

Von Zaritzen reiſte Hanway an der Wolga hinab, obwohl wegen Ranbluſt der Kalmuͤck⸗Ta⸗ raren der Weg unſicher wird. Ihre Grauſamkeiten gegen Fremde ſind ſehr groß; daher ſind auch ihre Strafen eben ſo. Ein ergriffener Naͤuber wird leben⸗ diz an einen Galgen gehaͤngt, welcher auf einem hie⸗ zu erbauten Kahne aufgerichtet iſt. Der Kahn wird dinn vom Ufer abge und ſo leben die Ver⸗ biecher unter der entſeßzlichſten Pein oft fuͤnf Tage, o)ne daß ihnen Jemand Huͤlfe leiſten darf, wenn er nicht die gleiche Strafe erwarten will.

Auf dem Wege traf unſer Reiſender einige Voͤgel a:, welche gröͤßer als die Schwaͤne, doch an den Fuͤ⸗ ßin und Schnaͤbeln denſelben gleich waren. Die Ruſ⸗ ſai nennen ſie Dika Baba(wildes altes Weib) und gebrauchen ihr Fett bei Schmerzen und Kon⸗ tuſionen.

Zwiſchen Zaritzen und Aſtrachau liegt Cher⸗ noyare. Auf dem Wege nach letzterer Stadt trafen ſie unter Weges nichts an, auſſer einen großen Hau⸗ fen Truͤmmer auf beiden Seiten des Fluſſes und die