Teil eines Werkes 
2. Th., 3. Bdchn (1830)
Entstehung
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ren Haͤuſer auf 40,000 an. Außer der Stadt ſieht man die Bruchſtuͤcke einer großen Feſtung und einiger Schloͤſſer, welche Abas am Ende des vorigen Jahr⸗ hunderts, weil er ſie gegen die Tuͤrken nicht zu be⸗ haupten vermochte, ſchleifen und ſprengen ließ. Ich halte dieſe Stadt fuͤr das alte, beruͤhmte griechiſche Artaxate. Die Elevation des Poles uͤber ſeinen Horizont geben die Perſer auf 38 Grade und 40 Mi⸗ nuten, die Laͤnge aber auf 31 Grade und 34 Minuten an. Die Stadt hat einen Can zum Gouverneur. Fuͤnf Meilen noͤrdlich von Naechivan liegt das große Dorf Abrener(fruchtbares Feld); die Ein⸗ wohner deſſelben nebſt ſieben nahe gelegenen Doͤrfern ſind römiſch⸗katholiſch⸗-— Den 13. reiſten wir von Nacchi van weg, leg⸗ ten noch ſieben Meilen zuruͤck, und mußten bei der erſten uͤber eine Bruͤcke reiten; der Strom hieß Strom von Nacchivan. Der Boden dieſer Landſchaft war duͤrr, unfruchtbar und mit Kieſelſteinen bedeckt. Wir bielten unſer Nachtlager an dem Ufer des Araxes, welchen die Morgenlaͤnder Aras oder Ares nennen, ſetzten dann uͤber denſelben, und kamen nach Esqui⸗ julfa, einer ſehr alten und zerſtoͤrten Stadt. Aus den Truͤmmern kann man ihre alte Groͤße erkennen; ſie fuͤhrt, zum Unterſchiede von jenem Julfa in der Naͤhe Hispahans, den Namen Alt⸗Julfa. Sie hatte nach Ausſage der Armenier 4000 Haͤuſer. Dieſe Stadt war in der Geſtalt eines Amphitheaters erbaut;