ben, welche ſich bis an die Pforte des Palaſtes er⸗ ſtrecken. Der Vicekoͤnig von Caket hat gleichfalls am Ende der Stadt einen Palaſt, welcher auch wegen ſeiner beſondern Verzierung und ſeiner perſpectivi⸗ ſchen Anlage geſehen zu werden verdient. Die Um⸗ gegend von Tifflis hat ſchoͤne Luſthaͤuſer und Gaͤrten.
Die Stadt iſt ſehr volkreich, und wird ſtark von Handel treibenden Auslaͤndern beſucht. Die Georgier nennen ſie nicht Tifflis, ſondern Cala, d. i. Feſtung oder Stadt. Dieſen Namen geben ſie allen großen, mit einer Mauer umgebenen Oertern. Zweimal war ſie in tuͤrkiſcher Gewalt. Das erſte Mal unter der Regierung Ismaels II., Koͤnigs in Perſien; das andere Mal unter der Regierung So⸗ limanns. Ihre Laͤnge betraͤgt auf den perſiſchen Charten 83, die Breite 430°. Sie fuͤhrt auch den Na⸗ men Dar el Melec, d. i. koͤnigliche Stadr, weil ſie die Hauptſtadt eines Koͤnigreiches iſt.
Weil dem Prinzen von Tifflis meine Ankunft nicht verborgen bleiben konnte, ſo bezeugte ich ihm meine Ehrfurcht, und zeigte die Paͤſſe, welche ich von dem Koͤnige von Perſien erhalten hatte. Der Prinz hieruͤber ſehr erfreut', lud mich an ſeinen Hof. Bei unſerer Ankunft ging er in einem Saale auf und ab, welcher 140 Fuß lang und 40 breit war. Die Grund⸗ feſte des Gebaͤudes war Moſaik, und auf verſchiedene gemahlte und vergoldete, 35— 40 Schuh hohe Pfeiler gegruͤndet; er war mit den ſchoͤnſten und kuͤnſtlichſt


