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Nicht weit von Suram liegt eine Gegend Se⸗ mache genannt; dieſes georgiſche Wort heißt Drei⸗ ſchloͤſſer. Hier ſoll nach der Sage der Einwohner, Noa nach der Fluth gewohnt, und ſeine Soͤhne drei Schloͤſſer erbaut haben.
Die Luft in Georgien iſt im Sommer trocken und heiß, im Winter ſehr kalt. Der Boden frucht⸗ bar, die Fruͤchte wohlſchmeckend. Großes und kleines Vieh findet ſich in Menge, gleichfalls Gefluͤgel und Schweine, letztere ſind beſonders ſchmackhaft. In keinem Lande wird man ein beſſeres Waſſer antreffen. Der Wein iſt vortrefflich, die Reben winden ſich um die Baͤume. Der Ueberfluß von Seide, deren Zu⸗ bereitung die Einwohner nicht recht kennen, wird in die Tuͤrkei und nach Erzerum gefuͤhrt.
Alle Einwohner ſind ſehr ſchoͤn und das weibliche Geſchlecht von ſo ausgezeichneter Schoͤnheit, daß man es, ohne in daſſelbe verliebt zu werden, nicht anſehen kann. Das Holde und Bezaubernde ihrer Augen, ihr ſchlanker, zierlich gebauter Koͤrper, die Geſchmei⸗ digkeit deſſelben, ihre runden Huͤften, bei welchen man nicht das Geringſte hervorragen ſieht, machen die Frauenzimmer zu den reitzendſten Weſen. Eine uͤble Gewohnheit iſt, daß ſie ihr Geſicht, ſo ſchoͤn es auch immer ſeyn mag, ſchminken; hierin beſteht eigentlich ihr Putz..
Die Georgiſchen Voͤlker ſind klug und ſcharffin⸗ nig; aber vermoͤge ihrer ſchlechten Erziehung, arg⸗


