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Georgien am Ufer des Kur. Die Haͤlfte der Kirche iſt zerſtoͤrt, die andere ſcheint von der Ferne ſchoͤn. Abends kam ich zu Tifflis an..
IX. Daſelbſt ging ich zu den Kapuzinern, be⸗ nachrichtigte dieſelben von der Gefahr meiner Sachen in Mingrelien, und holte bei ihnen Rath. Um meinen Zweck deſto ſicherer zu erreichen, gab ich mich fuͤr einen Theatiner aus, und reiſte mit einem Or⸗ densbruder ab. Wir erhielten wider Vermuthen Pfer⸗ de, und hielten den 22. in einem Dorfe, ſechs Mei⸗ len von Gory; ließen dann die Straße nach Akal⸗ zike zur Linken, und kamen in die kleine Stadt Aly, welche neun Meilen zwiſchen den Gebirgen gelegen iſt. Zwei Meilen jenſeits dieſes Ortes mußten wir durch eine enge Straße, welche durch ein hoͤlzernes Thor geſchuͤtzt war, und zugleich Georgien von Imirette ſcheidet. Den 24. fuͤhrte der Weg uͤber den mit Schnee bedeckten Kauka ſus, bis uns end⸗ lich das Dorf Colbaure aufnahm. Dieſes hat faſt 200 Haͤuſer, welche in einer Reihe ſehr weit von ein⸗ ander entfernt liegen.
Unſer Weg wurde die folgenden Tage durch Schnee, Kaͤlte und Duͤrftigkeit nur langſam fortgeſetzt, bis wir endlich von den hohen Bergen in ein ſchoͤnes Thal kamen, und in dem Dorfe Seſano blieben. Das Thal iſt beinahe eine Meile breit, ſehr ſchoͤn und fruchtbar, wird von filberklaren Baͤchen bewaͤſſert,


