Teil eines Werkes 
2. Th., 3. Bdchn (1830)
Entstehung
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Gehuͤlfe hatten drei Kammern, welche ſehr enge und unbequem waren. Das Beſchwerlichſte iſt noch auf den tuͤrkiſchen Schiffen, daß man fuͤr alles ſelbſt ſor⸗ gen muß.

Die Saiaues(kleine griechiſche Kaufmannsſchiffe) haben zwei Maſte und nur zwei Segeltuͤcher, und keine Strickleitern an den Tauen, durch welche der Maſtbaum befeſtigt wird. Den Maſt⸗ und Segelbaͤu⸗ men fehlt der Korb Aus den türkiſchen Schiffen wird das Waſſer mit Eimern geſchoͤpft. Die Anker werden auf folgende Weiſe geſenkt und gehoben: am Hintertheile des Schiffes geht um zwei Rollen das Ankertau; ſoll der Anker gehoben werden, ſo muͤſſen 20 30 Menſchen an demſelben ziehen. Wenn ein Schiff unverſehrt in den Hafen eingelaufen iſt, ſo wird es mit vier Ankern feſtgemacht, von denen zwei am Vorder⸗ und zwei am Hintertheile des Schiffes ſich befinden. Die Tuͤrken ſind unerfahren im See⸗ weſen, gebrauchen keine Seekarten, und wiſſen von dem Compaſſe nur ſo viel, daß er gegen Norden ge⸗ richtet ſey. Nur in Meerengen richten ſie ſich nach dem Compaſſe; auf der hohen See entfernen ſie ſich nicht weit vom Ufer.

Nach einer achttaͤgigen Fahrt kamen wir den 3. Auguſt nach Kaffa, und ſahen den fuͤnften Tag die tauriſche Halbinſel(Cherſoneſus Taurika). Sie hat ihren Namen von den ehemals an den Sei⸗ ten des Berges Tauris lebenden Bewohnern; liegt