Teil eines Werkes 
2. Th., 1. Bdchn (1830)
Entstehung
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Wir ſpeiſten ſelten, daß ſich die Anzahl der Speiſen nicht auf 200 Gerichte belaufen haͤtte, die Becher mit Reis nicht gerechnet, welche ſtatt des Brodes gereicht wurden. Jeder Gaſt erhielt einen irdenen Loͤffel, ein Paar Stachel von einem Stachelſchweine, oder kleine Staͤbe von Bambus⸗Rohr, welche haͤuſig mit Silber beſchlagen ſind. Die Gerichte beſtehen aus Rind- und Schweinefleiſch, Federvieh und Fiſchen, welche in Stuͤckchen zerſchnitten, mit mancherlei Arten von Ve⸗ getabilien vermiſcht, und in ihrem eigenen Safte, oder mit ſtark gewuͤrzten Bruͤhen zugerichtet ſind. Gebacke⸗ nes oder getrocknetes Fleiſch kam nie auf den Diſch Auch wurden erſt nach dem Tiſche der Chineſiſche Seau⸗Cho in kleinen Bechern aus Porzellan her umgereicht.

Der Statthalter zu Turon ließ ſich nicht ſo weit herab, daß er ſich ſelbſt mit uns an den Tiſch ſetzte, ſondern er lag gewoͤhnlich waͤhrend unſerer Mahlzeit an dem andern Ende des Zimmers der Laͤr⸗ ge nach auf einer Matratze ausgeſtreckt, kaute ſeinen Betel und ſeine Areka⸗Nuß, und rauchte beſtaͤrdig Tabak. Zwei große Diener faͤchelten ihm mit großen, aus den Fluͤgelfedern des Argus⸗Faſan verfertihten, Faͤchern Luft zu. Von der Tafel begaben wir uns in das Schauſpielhaus, einen Schuppen aus Bembus⸗ Rohr.

Dieſer Theil von Cochinchina, in welcem die Turons⸗Bai liegt, gehoͤrte damals dem lungen