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oder Horden, die ohnedem ſchon, eben dadurch weil ſie kleine, in ſich ſelbſt begraͤnzte Voͤlkerſchaften ſind,
den Samen des Zwieſpalts in ſich haben, anzu⸗
fachen weiß— und laßfen ſie ſo lang mit dem Feinde
herumtummeln, bis jener entweder meiſt uͤberwunden,
oder dieſe muͤde ſind; alsdann erſt ſtuͤrzen ſie mit dem Saͤbel in der Fauſt hinein, wo denn faſt beſtaͤndig
der Sieg auf ihrer Seite iſt.
De Tuͤrken gehen immer zu Fuß ins Feld. Ihre Anzahl belaͤuft ſich jetzt nicht uͤber 4v00o Mann, und das ganze Heer, welches von der Regierung in be⸗ ſtaͤndigem Sold erhalten wird, betraͤgt ungefaͤhr 6000, worunter etwa 2000 Koloris begriffen ſind. Dieſe Koloris ſind die Soͤhne aus Nachkommen der Tuͤrken, die ſie mit den Weibern des Landes gezeugt haben. Sie koͤnnen, ſo wie die Landeseinwohner, zu keiner anſehnlichen Bedienung gelangen. Dieſen Vorzug aber haben ſie vor ihnen, daß ſie zu Soldaten einge⸗ ſchrieben ſind, beſtaͤndigen Sold erhalten, auch ſonſt einige Unterbedtenungen bekommen koͤnnen. Zu Kriegszeiten, naͤmlich mit europaͤiſchen Maͤchten, gibt der Dey den uͤbrigen Koloris, die nicht eingeſchrieben ſind, auch Gewehr und Soldatenbezahlung. In die⸗ ſem ſpaniſchen Kriege wurde dieſer Haufen Fußvolks, Tuͤrken und Koloris zuſammen, etwan auf 16 bis 16,000 Mann geſchaͤtzt. Dieſe Miliz weiß eben ſo wenig von Kriegskunſt, als die mauritaniſche Reuterei. Der hieſige Tuͤrk hat eine Flinte, ein paar Piſtolen im


