Teil eines Werkes 
1. Th., 3. Bdchn (1830)
Entstehung
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Die hieſigen Konſuln ſchickten gleich ihre Frauen und Kinder nach Marſeille, und wir andern gingen darauf ein jeder aufs Land. Ein großer Dbeil der Landhaͤuſer iſt mit ziemlich hohen Mauern umgeben, die den erſten Anlauf umher⸗ ſtreifender Horden, wenn ſie nicht gar zu ſtark ſind, abhalten. Das Landhaus, worin ich und einige von uns uns verſammelt hatten, liegt an der oͤſtlichen Seite der Stadt, etwan eine Stunde von der⸗ ſelben, und ungefaͤhr eine halbe Viertelmeile von der Rhede, welche wir nebſt der Stadt faßt ganz uͤber⸗ ſehen konnten. Wir waren mit Feuer⸗ und Sei⸗ tengewehr zum hoͤchſten Nothfall verſehen; denn zu ſolchen Zeiten ſind Europaͤer hier immer in Gefahr, und es iſt oft mehr Zufall, wenn man unbeſchaͤdigt aus dem Sturm des Chaos herauskommt, als ſonſt gute Verfuͤgung. Unſer Gluͤck war zum Theil mit, daß der Dey, nach der Art, wie mans hier ſeyn kann, ein ganz vernuͤnftiger Mann iſt. Er hat ſelbſt einigen freien Spamtern am hieſtgen Hoſpital, einer Stif⸗ tung eines ſpaniſchen Geiſtlichen zur Verpflegung kranker Skiaven, ſo viel Schutz angedeihen laſſen, als ein Mann thun kann, der eine Menge Raubthiere am Zuͤgel hat, und ſo lange dieſen es nicht einfaͤllt, ihn zu zerreiſſen. Die hieſige Regierungsform iſt ein Ungeheuer, das immer auf den Eyern der Meuterei ſitzt, und ehe man ſichs verſieht, eins ausgebruͤtet hat; vollends bei ſolchen Umſtaͤnden haͤngt das Leben