Teil eines Werkes 
1. Th., 3. Bdchn (1830)
Entstehung
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neuern Zeit zeigten ſie aber nicht viel Kenntniß in derſelben, da die meiſten Ruinen, welche man ſieht, von neuen Gebaͤuden ſind. Die Hauſer ſind ſchlecht gebaut mit Teraſſen. Wenn die vier Manern aufge⸗ fuͤhrt ſind, werden Balken von Argan⸗Holz gelegt, welche krumm und kurz ſind; deßwegen werden auch die Zimmer lang und ſchmal; queer uͤber die Balken werden kleine, beinahe zwei Zoll dicke Stoͤcke gelegt, uͤber dieſe eine Lage Kal lk, hernach bloße Erde eine Viertel Elle hoch, hieruͤber wieder Kalk und Sand eine Elle hoch. Alles dieſes wird mit flachen hoͤlzer⸗ nen Keulen dicht und eben geſtampft, doch ſo, daß es etwas abhaͤngig von der Seite wird, wo ein Waſſer⸗ behaͤlter im Hauſe eingerichtet iſt Die Terraſſen uͤberſtreichen ſie mit dickem Kalk, die Ritze beſſern ſie vor der Regenzeit fleißig mit Kalk und Oel aus. Ge⸗ gen die Straßen und den Hofraum iſt eine Mauer,

welche zwei Ellen hoch iſt, um zu verhuͤten, daß Nie⸗ mand herab fallen kann.

Ein Haus beſt ht gewoͤhnlich aus vier Fluͤgeln, welche einen kleinen Hofraum einſchließen, welcher ſo eben iſt, wie der Boden eines Zimmers und ent⸗ weder mit Kalk, oder viereckigen, giaſirten, bunt⸗ farbigen Steinen belegt iſt. Oben an den vier Waͤn⸗ den des Hauſes gegen den Hof findet ſich eine vorſtehende Kante von gruͤuen Dachziegeln. Die Thore, Thuͤren und ihre Rahmen ſind gewoͤhn⸗

lich von Tannenholz aus Europa; die Fußboͤden ſind 51. B. Afrika. I. 3. 6