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Frau, genannt wird. Die drei andern Koͤniginnen heißen bloß Lella. Außerdem ſind in dem Serail (Dar elharim) gegen s00 Frauensperſonen ſowohl zum Dienſte des Koͤnigs, als auch der Koͤniginnen; ſchwarze Verſchnittene haben die Aufſicht uͤber dieſel⸗ ben. Nichts deſto weniger erfinden ſie verſchiedene Mittel, um ihre angeborne Neigung zur Liebe zu befriedigen. Wenn einige von dieſen Frauenzimmern aͤlter werden, ſo werden ſie entweder nach Tafilet geſchickt, oder an einen Guͤnſtling verſchenkt. Die Gouverneurs in den Provinzen liefern jaͤhrlich dem Koͤnige einige junge Maͤdchen, durch welche die Stel⸗ len der Verſchenkten wieder beſetzt werden. Die Beſchaͤftigungen dieſer Frauenzimmer beſtehen in Putzen, Waſchen, Baden und in Spatzierengehen in dem Garten des Serail. Zu ihrem Unterhalte wird an jedem Morgen friſches Fleiſch in großer Menge vor den Koͤnig gebracht, welcher es ſtuͤckweiſe be⸗ ſchaut, und dann an die Vornehmſten nebſt Butter, Oel, Fruͤchten liefern laͤßt.
Ein Prinz wird Mulei genannt. Die Amtsdie⸗ ner des Koͤnigs legen nie einen Eid der Treue ab. Der Koͤnig ſucht immer die reichſten Leute aus, von welchem Gewerbe ſie auch immer ſeyn moͤgen. Wenn ſie einige Jahre in ſeinem Dienſte waren, ſo nimmt er ihr Vermoͤgen, unter dem Vorwande, daß ſie es geſtohlen haͤtten. Die vornehmſten Amtsbedienten ſind: der Baſchia, der Kaid, der Chalifa, der


