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Die Weiber kleiden ſich beinahe wie die Maurin⸗ nen. Sie binden gewoͤhnlich die langen Aermel von ihren Hemden auf dem Ruͤcken zuſammen, und haben alle einen Rock von rothem oder gruͤnem Tuche, wel⸗ cher vorne offen iſt, und unter den Bruͤſten mit einem Guͤrtel zuſammengebunden wird. An dem aͤußerſten Spitzenende iſt eine Broderie von Gold oder Seide. Die Pantoffeln ſind roth, und haben Abſaͤtze. Auf der Straße ſollen ſie das halbe Geſicht entbloͤßen, da mit ſie von den Maurinnen unterſchieden werden koͤn⸗ nen. Sie ſehen gut aus; und da der Umgang mit ihnen verboten iſt, ſo haben ſie ſchon manchen chriſt⸗ lichen Kaufmann zu Grunde gerichtet. Sie haben den naͤmlichen Charakter wie die Juden in den an⸗ dern Laͤndern.
6) Sin Renegat aus einem Chriſten heißt Aelſgh⸗ aus einem Juden Aſelami. Sie treten meiſtens uͤber, um ſich von Strafen oder Schulden los zu ma⸗ chen. Um ein Mohamedaner zu werden, wird nut erfordert, das bekannte La Illah ela Alla Mo ha⸗ med Raſul Allah zu ſagen. Der Renegat wird in mauriſchen Kleidern auf ein Pferd durch die Sti ßen gefuͤhrt, gibt ſich einen andern Namen, und ſucht ſich einen Vater aus, welcher ihn allzeit in Schuz nimmt. Am folgenden Tage wird er, wenn er nicht Jude geweſen iſt, beſchnitten.
Die meiſten Renegaten ſind Spanier, Franztt ſen, Italiener, Portugieſen, Teutſche und


