Teil eines Werkes 
1. Th., 3. Bdchn (1830)
Entstehung
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In einigen Staͤdten wohnen ſie in beſtimmten Plaͤtzen, in andern unter den Mauren, welche ihnen oft aus Religionseifer die Kinder ſtehlen, und ſie heimlich in der mohamedaniſchen Religion unterrichten laſſen. Ein Theil der Juden treibt Handel, Maͤckle⸗ rei und Handwerke. Die Aermſten leben von Arbei⸗ ten, beſonders bei dem Aus⸗ und Einladen der Schiffe. Sie haben ein Sghimah,(Komune) deſſen Vorſtand Schech genannt wild, die Befehle des Koͤnigs em⸗ pfaͤngt, die Schatzungen eintreibt und ſte an den Koͤ⸗ nig abliefert. Er kann mit Geld und Pruͤgeln ſtrafen laſſen, aber in allen Sachen kann an das mauriſche Gericht appellirt werden.

Ein großer Theil der Inden redet ſpaniſch; ihre eigentliche Sprache aber iſt die mauriſche, welche ſie nie anders, als mit hebraͤiſchen Buchſtaben ſchreiben duͤrfen, damit ſie den Koran nicht ſollen leſen koͤnnen. Ihre Buchſtaben ſind die ſogenannte Rabinenſchrift.

Die Rabiner haben keine beſondere Kleidertracht, aher doch zum Unterſchiede groͤßere und weitere Aer⸗ mel, ein rothes Merkmal auf dem ſchwarzen Bernus

und gemeinlich ein blaues Naſentuch um die Muͤtze. Alle Juden tragen ſchwarze Muͤtzen, Bernus und Pan⸗ toffeln, und Kaftane von verſchiedener Farbe. Die Bernus duͤrfen ſie nicht tragen, wie die Mauren den Zolham; das, was nach vorn gehoͤrt, wird auf eine Schulter gelegt, und das hinterſte auf die andere.