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außer wenn es eine Wittwe iſt, in welchem Falle idre Einwilligung erfordert wird. Der Liebhaber wendet ſich an den Vater oder deſſen Stellvertreter, gelobt fuͤr die Braut, welche er nicht geſehen hat, eine ge⸗ wiſſe Summe Geldes, und beſtimmt, ob die Summe ganz bezahlt werden, wie viel die Braut zu Kleidern und Putz erhalten, und was ruͤckſtaͤndig bleiben ſoll, fuͤr den Fall, daß die Braut wieder fortgeſchickt wer⸗ den ſollte. Dann wird von den oͤffentlichen Richtern der Vertrag aufgeſetzt, und nach einem halben Jahre die Hochzeit vollzogen. Der Braͤutigam reitet am Abende von einer großen Schaar begleitet durch die Straßen; derſelbe Aufzug geſchieht am Hochzeittage. Die Braut reitet auf einem Maulthiere, indem ſie in einem viereckigen Kaͤfigt ſitzt. Junge Leute ſchießen mit Pulver nach ihm, begegnet ihnen aber ein Jude, ſo muß deſſen Muͤtze herhalten, bis nichts von derſel⸗ ben uͤbrig iſt. Wenn der Braͤutigam vornehm thun will, ſo haͤlt er ein Naſentuch vor dem Mund, in Ermangelung deſſelben ſeinen Haik. Außerdem geht ein anderer vor ihm her, um den Rauch und die Flie⸗ gen mit einem Stuͤcke Tuch abzuhalten. Hinter dem Braͤutigam folst Muſik nebſt einem Haufen von Ne⸗ gerinnen, welche den Kuskus tragen, der von den Freunden zu Hauſe verzehrt wird. Die Frauensper⸗ ſonen ſpeifen allein. Nach der Mahlzeit wird der Braͤutigam mit der Braut noch am Dage in eine ganz finſtere Kammer gefuͤhrt, auf ein gegebenes Zeichen


