256 1 und Neuerungen abzuſtehen, und das ſo ſehr gefaͤhr⸗
dete Wohl des Vaterlandes zu beruͤckſichtigen— auch Stmeon und ſeine Moͤnche baten, die ganze Cleriſey beſchwor ihn unter Thraͤnen und auf den Knieen, die alte Religlon aufrecht zu euedtern der Koͤnig blieb unerbittlich. Und nun folgten alle jene furchtbaren Empoͤrungen und blutigen Kriege, die faſt ganz Ae⸗ thiopien dem Graͤuel der Verwuͤſtung Preis gaben.
Jamanaxus, des Koͤnias leiblicher Bruder, Ahe⸗ lius ſein Schwiegerſohn und der Eunuch Caflo verſchworen ſich, da Susneus in ſeinen Neuerungen immer weiter ging, gegen ſein Leben, und ſammelten ſogar ein Heer gegen ihn: allein ſie unterlagen, und Aelius und Simeon wurden Opfer threr Kuͤhnheit. Joanel, der Vieekoͤnig von Bagemdra, empoͤrte ſich und— unterlag Die Damotenſer empoͤrten ſich und unterlagen nach blutigem Kampfe, in welchem 400 Moͤnche nach dem tapferſten Widerſtande ihren Tod fanden.
Nun erſt hielt Susneus nichts mehr zuruͤck, foͤrmlich und oͤffentlich der lateiniſchen Kirche ſich zu ergeben, und der Alexandriniſchen abzuſchwoͤren. Er⸗ legte dem P. Peter Pays eine Ohrenbeichte nach roͤmiſcher Art ab, entließ alle ſeine Kebsweiber, und behielt blos eine rechtmaͤßige Gemahlin, mit welcher er die erſten Soͤhne erzeugt hatte. In dieſer Hinſicht folgten ſeinem Beiſpiele noch viele andere Habeſſinier. Susneus legte in einer Schrift ſeinem Volke die Gruͤnde ſeines Uebertrittes zur roͤmiſchen Kirche dar, und weder der bittere Tadel des Patriarchen von Alerxandrten, noch die Unruhen, die ſpaͤter deß⸗ wegeu eutſtanden, konnten ſeinen Schritt ruͤckgaͤngig machen.
(Fortſetzung folst.)


