Teil eines Werkes 
1. Th., 2. Bdchn (1830)
Entstehung
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IX. P. Peter Paysin Habeſſinien und ſein Wirken daſelbſt.. 3

Mit P. Peter Pays, der ſchon fruͤher einmal eine Reiſe nach Habeſſinien, wiewohl mit ungluͤcklichem Erfolge, verſucht hatte, kam eine beſſere Periode fuͤr die Religion der Portugieſen in Habeſſinien. Er ward durch die Leichtigkeit und Schnelligkeit, mit welcher er den Portugieſiſchen Knaben in Fremona Reli⸗ gions⸗Unterricht ertheilte, durch ſeine Wiſſenſchaft ſowohl in freien als mechaniſchen Kuͤnſten, durch ſein gefaͤlliges und leutſeliges Benehmen bald ſo beruͤhmt, daß es ſogar zu den Ohren des damals regierenden Koͤnigs Zadenghel gelangte, welcher begierig, Pe⸗ ter Pays zu ſehen, dieſen mit ſeinen jungen Schuͤlern zu ſich einlud. Er folgte dieſem Rufe, und ging im April 160¼ an den Hof, wo er ſehr ehrenvoll aufge⸗ nommen wurde, mehrere Verhandlungen mit den Moͤnchen beſtand, und nach roͤmiſcher Art Meſſe und Predigt hielt, durch welche letztere bewogen, der Koͤnig ſchon damals mit ſeinen vertrauteren Freunden den Entſchluß faßte, dem roͤmiſchen Pabſte ſich zu unter⸗ werfen. Dieſen anfangs geheim gehaltenen Entſchluß machte er bald dadurch oͤffentlich, daß er die Feier des Sabbaths aufhob, und mehrere aͤhnliche Auordnungen machte mit einer ſolchen Hitze und Eilfertigkeit, daß Peter Pays ſelbſt ihn vergebens zuruͤckhielt, und die Verſchworung der Vornehmen des Reiches