Teil eines Werkes 
1. Th., 2. Bdchn (1830)
Entstehung
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251 erhielt er fuͤr den Fall, daß ihm eine Krankheit oder

Perſon des Biſchofs Andreas Ovied. Beide ge⸗ langten gluͤcklich nach Habeſſinien, wo unterdeſſen Claudius ſeinem Vater David in der Regierung gefolgt war, fanden aber Schwierigkeiten in der Er⸗ fuͤllung ihres Auftrages, die ſie nicht gehofft hatten. Schon der Koͤnig und die koͤnigliche Familie waren gegen alle Veraͤnderungen in Religions⸗Sachen ein⸗ genommen, und daher wurde Barret mit ſeinen Begleitern zwar nicht gerade abgewieſen, aber durch Unterredungen, Berathungen und Unterhandlungen ſo hingehalten, daß er wohl merken mußte, welchen Aus⸗ gang die Sache nehmen wuͤrde, und daß er den DO pvied allein nach Matzua, wohin ſie vom Koͤnig waren beſchieden worden, gehen ließ, um ſein Gluͤck weiter zu verſuchen. Ovied wurde vem Koͤnige ſehr huldvoll aufgenommen, und mit ſo vieler Maͤßigung angehoͤrt, daß er wirklich ſeine Hoffnung nicht ganz ſinken ließ. Als er aber nach vielen, ſowohl muͤnd⸗ lichen, als ſchriftlichen Unterhandlungen und Unter⸗ redungen mit den Habeſſiniſchen Doetoren, worin dieſe freilich immer den Kuͤrzern zogen, ernſtlich in den Koͤnig drang, ihm eine entſcheidende Antwort zu geben, erklaͤrte dieſer unumwunden, er ſehe nicht ein, warum er Neuerungen zulaſſen ſolle; er und ſein Volk ſeyen mit ihrem Abbuna(Metropoliten) ſehr zufrieden, und wollten wie ihre Vorfahren den Nach⸗

fonſt ein Unfall begegnete, einen Adjuneten in der