Teil eines Werkes 
1. Th., 2. Bdchn (1830)
Entstehung
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den Juden richteten, uͤbernommen haben. So hatten die Beſchneidung die Aethiopier uͤberhaupt, und unter ihnen gerade die Homeriten, das Stamm⸗ volk der Habeſſinier, ferner die Aegyptier, Colcher, Phoͤnicier und Syrierꝛe. Muhamed erwaͤhnt in ſeinem Koran der Beſchneidung mit keinem Worte, ein Beweis, daß die Muhamedaner dieſelbe ſchon uͤbten, ohne hierin den Juden nachzuahmen. Zudem haben die Habeſſinier nicht dieſelbe Beſchneidung, wie die Juden(daß die Beſchneidung bei verſchiedenen Voͤl⸗ kern verſchieden vollzogen wird, iſt eine bekannte Sache) und ſie verbinden damit keine ausgezeichnete Ceremonie oder Formel, wie die Juden. So ſagt der Koͤnig Claudius, der uͤberhaupt von ſich und den Seinigen allen Verdacht des Judaismus zu entfer⸗ nen ſucht, in ſeinem Bekenntniſſe ausdruͤcklich: daß ſie nicht beſchnitten wuͤrden, um dem moſaiſchen Ge⸗ ſetze genug zu thun, ſondern es ſey bei ihnen nur eine Gewohnheit des Landes, wie die Einſchnitte im Ge⸗ ſichte bei den Aethiopiern und Nubiern, oder die Durchloͤcherung der Ohren bei den Indiern.

Eben ſo laͤugnet derſelbe Koͤnig Claudius auch die Enthaltung von Schweinefleiſch und andern Mo⸗ ſaiſch verbotenen Speiſen, als einen von den Juden empfangenen Gebrauch. Er ſagt: wir enthalten uns nicht vom Schweinefleiſche wegen des Moſaiſchen Ge⸗ ſetzes wie die Juden wir halten einen ſolchen, der es ißt, auch nicht fuͤr unrein, und verachten ihn nicht;