Teil eines Werkes 
1. Th., 2. Bdchn (1830)
Entstehung
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welche ihnen einen Tribut entrichten mußten, das baben wir ſchon fruͤher beruͤhrt, daß aber deren 60, oder so oder 40 geweſen ſeyn ſollen, wie ſoll das an⸗ nehmbar ſeyn, da nicht einmal ſo viele Statthalter⸗ ſchaften dem Aethiopiſchen Reiche unterthan ſind? Dagegen ſpricht Gregor nur von a ſolchen Tribut⸗ Koͤnigen, von denen jener in Sennara das Habeſſi⸗

niſche Joch laͤngſt abſchuͤttelte, und der von Dan⸗ cala ſeine Selbſtſtaͤndigkeit ebenfalls behauptet, ob⸗ wohl er nicht eben auf einem feindſeligen Fuße mit Habeſſiniens Koͤnig ſteht. Die zwei uͤbrigen ſind die Koͤnige von Guraga und von Enareja.

Ueber alle anderen Vaſallen, ſie moͤgen von koͤnig⸗ lichem Gebluͤte, von hobem Adel, oder aus dem Staube zu hohen Wuͤrden erhoben worden ſeyn, ſie moͤgen einen Titel fuͤhren, welchen ſie mollen— uͤber alle gebietet der Koͤnig von Habeſſinien, als voͤllig unumſchraͤnkter Herrſcher. Er ſetzt ſie in ihre Wuͤrden ein, und wieder ab, wie ihm beliebt: denn nur wenige haben erbliche Wuͤrden. Er betrachtet ſie alle als ſeine Selaven, wie er ſich auch bei jeder Gelegenheit nur des Ausdruckes— Selave— gegen ſie bedient. Hievon machen ſelbſt Prinzen vom Ge⸗ bluͤte— ſelbſt die Koͤnigin keine Ausnahme. Wem dieſes ſonderbar vorkommt, der mag bedenken, dat dee Aethiopier das Wort Selave in weiterer und gelinde⸗ rer Bedeutung nehmen, daß obige Sitte alle Herrſcher von Afrika und Aſien uͤben, daß ſelbſt in unſerem