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XIv. Vom Kriegsweſen der Habeſſinier. Daß die Habeſſinier ein kriegeriſches Volk ſind,
und beſtaͤndige Kriege zu fuͤhren haben, wiſſen wir
bereits. Waffen⸗Stillſtand macht nur der Winter, wo das Austreten der Fluͤſſe viele Ueberſchwem mun⸗ gen verurſacht. Auch Tellez ruͤhmt die Tapferkeit der Habeſſinier, ihre Reitfertigkeit und Unverdroſſen⸗ heit zum Kriege, ſowohl aus Gehorſam gegen ihren Koͤnig, als auch aus andern ſchon angegebenen Ur⸗ ſachen. Sie ſind ſtark und behend, ertragen Hunger, Durſt und Witterung auf eine bewunderungswuͤrdige Weiſe. Sie dienen ohne Sold, und begnuͤgen ſich mit der Ehre und den allen Tapferen verliehenen Laͤndereien. Daher iſt ganz natuͤrlich, wenn ſie die Laͤnder, durch welche ſie ziehen, hart mitnehmen, wenn ſie die armen Gallaner nicht weit verfolgen können, welche ſie deswegen auch, weil ſle keine Beute von ihnen zu hoffen haben, im Treffen nie verſchonen.
Der Kunſt, mit Schießgewehren umzugehen, ſind die Habeſſinier unkundig. Sie haben zwar 400 hoͤch⸗ ſtens 500 Musquetiere, welche ihnen aber ihrer Un⸗ geuͤbtheit wegen wenig Vortheil gewaͤhren.
Das groͤßte Habeſſiniſche Heer betraͤgt jetzt huͤch⸗ ſtens 45,000 Mann, unter welchen etwa 5000 Mann Reiterei ſehr gut beritten, und leicht bewaffnet iſt. Sie hat Schwerdter und Pfeile, Lanzen und Wurf⸗


