Teil eines Werkes 
1. Th., 2. Bdchn (1830)
Entstehung
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Steuer erſt ſpaͤter eingefuͤhrt wurde: Getraide, Rinds⸗ haͤute ꝛe. und zuweilen auch Lieferungen au Kleidern. Zoͤlle uͤberlaͤßt der Koͤnig ſeinen Magnaten, die Lai⸗ malmoniſchen ausgenommen, die er wegen ihrer gro⸗ ßen Ausbeute(wegen des Zuges vom rothen Meere nach Habeſſinien) fuͤr ſich behaͤlt. Uebrigens hat er⸗ noch ganz eigene Guͤter und Gruͤnde, die ihm ſeinen. ganzen Mundbedarf. liefern. 311

Nimmt man Ruͤckſicht auf die Groͤße des Reiches,, und auf die ihm unterworfenen Laͤnder, ſo erſcheinen dieſe Einkuͤnfte eines Koͤnigs wahrlich klein; bedenkt man aber die unglaubliche Wohlfeilheit aller Gegen⸗ ſtaͤnde, die Menge derſelben, die dem Koͤnige geliefert wird; nimmt man an, daß ſeine Soldaten ſich mit Gemuͤſe begnuͤgen, und daß ſeine Miniſter mit Waga⸗ ren beſoldet werden; ſo iſt doch der Koͤnig von Ha⸗ beſſinien reich genug. Pranget auch ſein Diadem nicht mit Edelſteinen und Perlen; ſind ſeine Kiſten auch nicht mit Geld⸗ gefuͤllt; ſchimmert ſein Haus auch nicht von goldenen und ſilbernen Gefaͤßen; ſeuf⸗ zen gleichwohl ſeine Tafeln nicht unter auslaͤndiſchen Leckerbiſſen, waͤhrend vielleicht ſeine Unterthanen, Miniſter und Krieger Noth leiden; ſo hat er doch ſo viel, als er braucht, um maͤßig zu leben und anſtaͤndig ſich zu kleiden. Eben ſo genuͤgſam ſind ſeine Lands⸗ leute: dafuͤr hat er aber auch im Kriege keine ver⸗ weichlichten Menſchen, ſondern tuͤcktige, ausdauernd⸗