Teil eines Werkes 
1. Th., 2. Bdchn (1830)
Entstehung
Einzelbild herunterladen

202

und ſorglos, und lauerte dabei immer auf eine Ge⸗ legenheit, ihnen einen Schlag beizubringen. Dieſe bot ſich ihm auch bald dar. Zaslacaͤus, der ent⸗ weder, um den Ausgang eines Treffens abzuwarten, oder aus einem geheimen Grolle, immer getrennt von Jakob handelte, und dabei gegen allen Kriegs⸗Ge⸗ brauch eine große Sorgloſigkeit und Nachlaͤßigkeit ſich zur Schuld kommen ließ, in der Meinung, daß ſchon ſein Name die Feinde ſchrecken werde, wurde von dem unermuͤdlichen Susneus ſo ploͤtzlich uͤber⸗ fallen, daß ſeine Krieger nicht einmal die Waffen er⸗ greifen, vielweniger ſich in Ordnung ſtellen konnten. Sie wurden niedergehauen oder zerſtreut, und Zas⸗ lagaͤus zur ſchaͤndlichen Flucht gezwungen. Dadurch ſiel er taͤglich mehr in der Gunſt Jakobs, und er wußte zuletzt nichts Beſſeres zu thun, als wieder einen Verraͤther zu machen, und ſich an Susneus zum zweiten Male anzuſchließen, der ihn vorerſt freundlich aufnahm, da er ihm jetzt weſentliche Dienſte leiſten konnte.

Jakob, bereits durch den Ueberfall des Z as⸗ lagaͤus, noch mehr aber durch den Abfall dieſes Mannes geſchwaͤcht, wuͤnſchte nun, da er doch noch ſeinem Feinde an Druppenzahl uͤberlegen war⸗ ſobald als moͤglich zu ſchlagen. Allein der ſchlaue Susneus zauderte noch immer, auf den Augenblick wartend, wo er mit Vortheil die Feinde angreifen koͤnnte. Dieſe bielten ſein Zaudern fuͤr Furcht, wurden, trotzend auf