Teil eines Werkes 
1. Th., 2. Bdchn (1830)
Entstehung
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zweites Heer, und das dritte zieht ſich voll Schrecken zuruͤck. 400 Gallaner, die auf einem beinahe unzu⸗

gaͤnglichen Felſen ihre Beute bewachen, werden von

den ſiegestrunkenen Habeſſiniern ſtuͤrmend angegriffen,

und ſaͤmmtlich niedergemacht. Solche Folgen hatte

eine einzige heldenmuͤthige That.

Um eben dieſe Zeit kam der Jeſuit, Petrus Pays, auf den Ruf des Koͤnigs nach Habeſſinien, Unheil und Verderben bringend fuͤr den Letzteren. Dieſer wurde von dem Jeſuiten fuͤr die lateiniſche Kirche ſo eingenommen, daß er zuerſt heimlich, und endlich oͤffentlich ſich zu derſelben bekannte. Dieſes, der Neid gegen die Portugieſen, die der Koͤnig vor⸗ zͤglich ſchaͤtzte, und der Haß gegen Laeca⸗ Maria⸗ mus, den vertrauten Freund des Koͤnigs, brachten die Vornehmen des Reiches auf, und Zaslageus⸗ ein ausgezeichneter Krieger, ferner Nas Athanas, der oberſte Feldherr, und Alexandrinus, der Pa⸗ triarch der afrikaniſchen Kirchen, verſchworen ſich ge⸗ gen den Koͤnig. Dieſer merkte es, verſammelte, die Verſchwoͤrung zu daͤmpfen, ſchnell die Portugieſen, zog eilends nach Gojame, wurde aber ſchon auf dem Wege vom Ras Athanas und Jonnel, einem der vorzuͤglichſten Heerfuͤhrer, verlaſfen. Man rieth ihm, dem beinahe nur 12,000 Mann noch zu Gebote ſtanden, den Krieg in die Laͤnge zu ziehen,

und die erſte Wuth der Empoͤrer verrauchen zu laſſen.

Aber das ſtuͤrmiſche Feuer ſeines Muthes riß ihn hin;