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Nebſt vielen andern Mineralien hat Habeſſi⸗ nien vorzuͤglich Ueberfluß an Salz, beſonders an den Graͤnzen von Tegne und Angora, wo ſich ganze Berge natuͤrlichen Salzes befinden. Das Salz ſelbſt iſt weiß, von guter Qualitaͤt, innen weich, wird aber, ſobald es gegraben und in die Luft gebracht wird, hart. Darin beſteht der eigentliche Reichthum der Habeſſinier: denn es wird deſſen eine unſaͤgliche Menge durch Karavanen in die benachbarten Laͤnder, wo es ſeltener iſt, verfuͤhrt, und trotz des beſtaͤndigen Ausfuͤhrens wird dieſe Salzmaſſe dennoch nie erſchoͤpft. Die Habeſſinier haben daher hierin einen Schatz, der Gold und Sdelſteine aufwiegt, worauf ſie wenig Werth legen, als auf Dinge, die im Ganzen des Menſchen Leben nicht gluͤcklicher machen. Deßo böͤher ſchaͤtzen ſie ſtatt der Edelſteine andere Mineralien, die ſie als der Geſundheit zutraͤglich kennen, und unter dieſen beſonders eine Art von Spießglas, Cuchel oder Co⸗ hol welches ſie ſowohl als Augenarznei, wie auch als Zierde des Koͤrpers gebrauchen.
VII. Von den Fluͤſſen Habeſſiniens. Vom Nil. Vom See Tzana.
Bei weitem groͤßere Schaͤtze als an ihren Me⸗ tallen, haben die Habeſſinier an den Fluͤſſen, die aus ihren Gebirgen hervorſtroͤmen: denn ſie ſind es, die ih⸗ nen und den Nachbar⸗Voͤlkern groͤßere Vortheile ver⸗


