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angewieſen iſt. Dieſer iſt ein faſt unbezwinglicher Fels, von allen Seiten abſchuͤſſig, ungemein hoch, und von der Geſtalt eines Kaſtells. Sein Zugang iſt an⸗ faugs nicht ſehr ſteil, zuletzt aber ſo beſchwerlich, daß man die Habeſſiniſchen Stiere, die ſonſt gleich Stein⸗ boͤcken uͤber Felſen klimmen, hier an Seilen hinauf⸗ ziehen und herablaſſen muß. Dabei hat ſeine Ober⸗ flaͤche die Ausdehnung einer halben portugieſiſchen Melle und eine halbe Tagreiſe im Umfange.
Daß es bei ſolchen Gebirgen ungeheure Schluͤnde und Abgruͤnde gebe, laͤßt ſich leicht denken. Sie ſind nach der Schilderung der Geographen ſo unabſehbar, daß man in dieſe Untiefen, wie in den Mittelpunkt der Erde, zu ſehen glaubt. Daß es daher eben ſo wenig Ebenen giebt, iſt wieder klar. Die groͤßte iſt in Dembeja am See Tzane von ungefaͤhr 20 por⸗ tugieſiſchen Meilen in der Laͤnge und 4— s in der Breite.
Ein ſolches Gebirgsland muß dem erſten Anſcheine nach viel Abſchreckendes und Wildes haben. Doch man nehme nur auf die unſchaͤtzbaren Vortheile Ruͤck⸗ ſicht, welche dieſe Gebirge den Habeſſiniern gewäͤhren, und man wird vielmehr die goͤttliche Vorſehung auch hier bewundern. Dieſe Berge mildern die unertraͤg⸗ liche Hitze des Himmelsſtriches, und machen den Ha⸗ beſſiniern ihr Vaterland bewohnbar. Hinter dieſen Bergen vertheidigen ſie ſich, wie in natuͤrlichen Feſt⸗ ungen gegen ihre maͤchtigen Feinde, die Adelenſer


