Teil eines Werkes 
1. Th., 2. Bdchn (1830)
Entstehung
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Laͤnder, etwa Dembeia ausgenommen, von hohen Gebirgs⸗Ketten durchzogen. Beſonders erheben ſich die Gebirgs⸗Maſſen von Amhara und Samen in

eine ſo unermeßliche Höhe, daß ſie gleichſam einen

Hoͤcker Habeſſiniens bilden. Ferner giebt es hier ſehr viele Aornos(hohe indiſche Felſen) von denen Felllez erzaͤhlt, daß im Vergleiche zu ihnen unſere maͤchtigen Alpen und Pyrenaͤen als kleine Huͤgel er⸗ ſcheinen, daß den Wanderer ſchon bei ihrem Anblicke ein Schauer anwandelt, daß nach Curtius Zeug⸗ niſſe der Adler vergebens ihre Gipfel zu errei⸗ chen ſucht.

Zwiſchen dieſen Gebirgen, ja oͤfters in der Mitte aus einer Ebene heraus, ſteigen von allen Seiten ſteile und abſchuͤſſige Felſen bervor, welche die ver⸗ ſchiedenartigſte Geſtalt baben. Sie erſcheinen in der Ferne bald als hohe Thuͤrme, bald als Pyramiden, bald als ungeheuere Kegel, bald als im Quadrate

erbaute, von Menſchen⸗Haͤnden aufgefuͤhrte Burgen.

Dabei ſind ihre Scheitel groͤßtentheils ſo geraͤumig, daß man Felder, Wieſen, Waͤlder, Quellen, ja ſogar Fiſchteiche und anderes zum Leben Nothwendiges auf ihnen findet. Sie ſind daber auch meiſtens bewohnt, und an ihnen zu dieſem Behufe, in Ermanglung be⸗ quemer natuͤrlicher Pfade, Leitern angebracht.

Noch verdient hier einer Erwaͤhnung der be⸗ ruͤhmte Folſen Geshen in Amhara, welcher ver⸗ wieſenen Aethiopiſchen Großen zum Aufenthalts⸗Orte