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die Gebirge ſteigt, deſto gemaͤßigter trifft man die Luft. ſo, daß(nach Tellez) Gegenden ſind, die ein milderes Clima als Portugall haben, ja ſolche, in deuen man die Kaͤlte mehr ſcheuet, als die Hitze, wiewohl es wenig oder gar keinen Schnee hat, daher iſt denn auch im Ganzen die Luft ſo geſund, daß bei den Habeſſiniern ein Alter von 100 Jahren gar nichts ſeltenes iſt. Nur in Tegre herrſchen gegen den Anfang des Aethiopiſchen Winters, beſonders im Sep⸗ tember und Oetober, haͤufige Fieber.
Dieſe Verſchiedenheit des Temperatur ⸗ Zuſtandes bewirket haͤufig furchtbare Donnerwetter, von denen Gregorius eine wahrbaft ſchauderhafte Schilde⸗ rung macht.. 4
In Beziehung auf die Jahres⸗Zeiten in Habeſ⸗ finien iſt Folgendes zu bemerken: Im Grunde ge⸗ nommen haben die Habeſſinier nur 3⸗ Jahres⸗Zeiten. Ihr Cramt— Winter— beginnt am 15. Juni, und beſteht in einem ſo beſtaͤn digen Regnen und Aus⸗ tteten des Waſſers aus der Erde, daß die Habeſſinier ihre Wohnungen nur auf erhaßene Orte bauen koͤnnen, um ſie gegen die Ueberſchwemmung des Winters zu ſichern. Natuͤrlich iſt dieſe Jahreszeit auch fuͤr Fremde ſehr laͤſtig.— Uebrigens iſt der Winter auch in Laͤn⸗ dern von gleicher Lage weder gleichzettig noch von gleicher Beſchaffenheit.
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